Muay Thai - Thai Boxen

Das Muay Thai ist für seine Härte und seine Wirksamkeit bekannt und ist die wohl älteste Vollkontaktkampfkunst. Für den wahren Thaiboxer ist das Muay Thai eine Art zu Leben, ein Beruf und eine spirituelle Übung zugleich.

Es existieren für den Kämpfer zwei Amulette bzw. Talismane von denen er sich niemals trennen würde: Der MONGKON (Krone) und der PRAJEAT (Armbinde). Fast alle Thaiboxer glauben an die Macht des Mongkon, der schwere Verletzungen vermeiden und die bösen Geister während des Kampfes vertreiben soll. Außerdem hängt sich der Thaiboxer vor dem Kampf den Prajeat – auch magischer Kreis genannt – um. Diese Teile erhält der Schüler vom Meister während der ersten grundlegenden Ausbildungsphase.

Vor dem Kampf wird traditionell mit dem WAI KHRU begonnen, was übersetzt soviel wie „Ehrung dem Meister“ bedeutet und 3x wiederholt wird:
Ehrung des Buddha, Ehrung des Meisters und Dank an seine Trainingskameraden (die Götter, die Ahnen und den Meister)

Hauptsächlich wird Muay Thai heute als effektives Selbstverteidigungs-system (erlaubt sind Schlag-, Tritt-, Ellbogen-, Knie- und Clinchtechniken) und für das körperliche und geistige Wohlbefinden genutzt, weniger der Thaibox-Kämpfe wegen. Es wird gänzlich auf Showtechniken verzichtet. Deshalb wurde ein Graduierungssystem einführt, die durch die Farben des Mongkon und des Prajeat genau abgestimmt sind. Wenn man dem Programm folgt und regelmäßig trainiert kann man in 3 - 4 Jahren zum 10. Khan gelangen, vergleich-bar mit dem schwarzen Gurt der japanischen oder koreanischen Kampfkünste. Die höchste Graduierung ist der 14.Khan, der Träger hat den Titel „Arjan“ und wird in den Farben durch Silber ausgedrückt.


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